Amy Belle

Was kann man über eine Sängerin/Songwriterin schreiben, bei deren Stimme man zwar dahinschmelzt, aber sonst nicht allzuviel Informationen erhält? Soviel lässt sich zumindest zusammen tragen:

Amy Belle (Amy L.) – interessanter Nebenfakt, verwandt mit Abraham Lincoln (gemäss einer Referenz) – in Glasgow aufgewachsen, lernte mit 14 das Gitarrenspiel und zog mit 18 Jahren nach London. Beim Besuch einer Musikagentur lernte sie Charity kennen und zusammen mit Audrey war sie bald ein Drittel der Band “The Alice Band”, das war so um das Jahr 2000. Irgendwie war trotz (oder wegen) guten Kritiken Ende 2002 “The Alice Band” mit Amy Belle am Ende und sie kehrte wieder nach Schottland und Glasgow zurück.

Ein paar Tage vor seinem “On night only – Rod Stewart Live at Royal Albert Hall” im Jahr 2004 entdeckte ein Freund Rod Stewarts Amy Belle “basking” (strassenmusizierend) auf den Strassen von Glasgow. Die Stimme musste sehr überzeugend geklungen haben, denn einige Tage später sang Amy Belle neben Rod Stewart das Duett, dass auf Youtube ebenfalls über 12’000’000 Mal angeschaut wurde. (Damit der meistgesehnste/-hörteste Song von Rod Stewart auf Youtube ist)*.

Eigentlich hätte man denken können, dass Amy Belle (Künstlername) damit der Durchbruch gelungen war – eine CD folgte auch schon bald nach diesem Konzert, in Amerika aufgenommen. “Didn’t I say” hat mich nicht wirklich überzeugt und “I love you” ist sehr fein – zeigt aber die Stimme wiederum in einem breiten Spektrum. Auf MySpace beschreibt Amy Belle sich selbst als “Mitte-Zwanzigerin” – 26 oder 27 Jahre alt im Jahr 2008 dürften es aber wohl sein. Aus dem Amerika Abenteuer entstanden einige Titel, die unter dem Titel “Slipping under” zusammengefasst sind.
Im Jahr 2008 veröffentlicht Sie das Album “Acoustic”. Dougal Gudim half Ihr mit dem Arrangieren. Die meisten Texte haben einen selbstbiographischen Hintergrund – vielleicht liegt es daran, dass man sich Amy Belle eher im (heute rauchfreien) Pub oder irgend auf einer Nebenbühne an einem Openair vorstellen kann. Auf jeden Fall hat Amy Belle eine hörenswerte Stimme.

Seit neustem ist Amy Belle unter dem Label “dharma records” erhältlich. Dort kann man auch ein Re-Recording der Songs, zusammen mit einer “eigenen” Version von “I don’t want to talk about it” hören, respektive via iTunes das Album “Amy Belle – Lost In The Shortcut” herunterladen. Und weil man die Katze nicht im Sack kauft und “dharma records” ein faires Label ist, hat man die Möglichkeit sämtliche Songs in voller Länge Probe zu hören. (Bio in english – dharma records)

Und hier noch die Ehre, die Ihr gebührt, mit einem Song von Ihr.

Und hier eine Aufnahme aus einem Club.

charlevoix & shallow water

Amy Belles Profil auf MySpace finden Sie hier

*Einer englischen Zeitung soll Amy Belle irgendwann nach dem Konzert erzählt haben, dass sie den Manager gefragt haben soll, ob und falls wie sie Rod Stewart auf der Bühne auch eine Freude machen könne. Der Manager soll gesagt haben “Geh zu ihm hin – da hat er Freude”. Was – wie man im Video gesehen hat, auch (zögerlich) geschehen ist.